Feldkirch 1785 - 1914
Jacobus Vitus
1755-1829
Mathäus
1763-1821
Gießerei in Feldkirch
Jacobus Vitus erhielt 1791 das Bürgerrecht der Stadt Feldkirch. Er kaufte das Haus Marktgasse Nr.1 und erbaute sich darin eine eigene Gießerei. In den folgenden Jahren wurden dort mehr als 1000 Glocken gegossen. [1] Er heiratete Maria Elisabetha Cristina Neyer, mit der er neun Kinder hatte.
Mathäus - der sich Mathias nannte - hat nie geheiratet und er beantragte auch nie das städtische Bürgerrecht. [2] Er lebte in Feldkirch bis zu seinem tragischen Tod im Jahr 1821, als er am 28. Juli von einer Glocke im Unterleibe zerdrückt wurde. [3]
Joseph Anton I.
1799-1840
Jakob Anton, der jüngere Sohn von Jacobus Vitus,
übernahm eine Gießerei in Bozen.
Er heiratete dort die in Dalmatien geborene Rosa Übler.
Nur sechs Jahre später erkrankte er und starb,
woraufhin seine Witwe mit den Kindern zu ihren Schwiegereltern in Feldkirch zog.
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Joseph Anton II.
1827-1882
Läuten der Katzenturm-Glocke (2 MB)
Kurz nach der Hochzeit Joseph Antons II. starb der ledige Glockengießer
Josephus Aloisius Graßmayr in Brixen.
Um den Betrieb zu retten, zog Joseph Anton 1858 nach Brixen.
Er blieb dort, bis Jakob, der jüngere Bruder von Johannes Nepomuk in Wilten,
die Glockengießerei übernahm.
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[7]
Als Joseph Anton II. im Jahr 1882 starb, war seine Nachfolge nicht sofort geklärt.
Der 20-jährige Sohn Joseph Anton III. wurde aufgrund seines Alters abgelehnt.
Im Jahre 1886 hatte sich die Situation schließlich insofern stabilisiert,
dass seine Schwester Maria Katharin und sein Bruder Raimund August
die alleinigen Inhaber der Firma waren.
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Maria Katharin und Raimund August traten 1904 aus der Firma aus zu Gunsten von
Joseph Maximilian Greußing, Sohn von Maria Katharin Graßmayr,
und dessen Kinder Rudolf Albert und Franz Xaver.
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Um 1910 eröffnete das Familienunternehmen eine Nebenstelle in Buchs, um die Zollvorschriften zu umgehen und die Vorteile einer besseren Erschließung des Schweizer Marktes zu nutzen. [10] Dies konnte jedoch den Untergang der Firma nicht mehr verhindern und am 25. Januar 1914 erklärte das Bezirksgericht Feldkirch den Konkurs der Glockengießerei. [11]
Somit war Joseph Anton II. der letzte Glockengießer in Feldkirch mit dem Namen Graßmayr.
Nach dem Streit um die Nachfolge zog Joseph Anton III. mit seiner Mutter und
seinen Schwestern nach Innsbruck und
gründete schließlich seine eigene Glockengießerei in Absam.
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Glockengießer in Feldkirch
| Name | Geburt | Tod | Gattin |
|---|---|---|---|
| Jacobus Vitus | 1755 | 1829 | Maria Elisabeth Cristina Neyer |
| Joseph Anton I. | 1799 | 1840 | Maria Anna Katharina Zimmermann |
| Joseph Anton II. | 1827 | 1882 | Maria Rosina Melk |
| Raimund August | 1834 | 1909 | |
| Rudolf Albert Greußing | 1876 | 1956 | ? |
| Franz Xaver Greußing | 1877 | 1940 | Amalia Mirwald |