Meran vor 1500
Die Erforschung von Familiennamen wäre ohne standesamtliche und
kirchliche Archive nicht möglich. Vor allem letztere sind von enormer Bedeutung,
existieren aber aus historischer Sicht noch gar nicht so lange.
Abgesehen von einigen erhaltenen Fragmenten aus dem 14. und 15. Jahrhundert
wurde die Führung von Heiratsregistern und Taufbüchern erst 1563
durch das Konzil von Trient vorgeschrieben.
Die Einführung von Sterbebüchern ließ noch fünfzig Jahre auf sich warten.
[1]
Konzil von Trient 1545-1563
In der Praxis dauerte es oft noch mehrere Jahrzehnte, bis die Pfarrmatriken auch überall konsequent geführt wurden. So beginnen beispielsweise die Matriken in der Bischofsstadt Brixen 1572 und das Traubuch in Oetz erst 1633.
Kirchenbücher können heutzutage leicht online eingesehen werden, aber bei den Bürgerarchiven ist dies meist nicht der Fall und es ist notwendig, persönlich vorbeizukommen. Glücklicherweise gibt es Namenforscher, die das bereits für uns getan haben.
Der Forscher Tarneller erwähnt den Grasmairhof in Algund bei Meran, wo 1357 ein Chuonrado und 1380 ein Toldone lebten. Grasmair ist somit ein Beispiel für einen Hofnamen, der zum Familiennamen wurde. In Lemma 534 schreibt Tarneller: Die Grasmair scheinen früh über die Berge nach Nordtirol gekommen zu sein, wo dann die berühmten Glockengießer daraus hervorgingen. [2] Jungwirth war derselben Meinung. [3]
Erwähnung von Toldone und Chuonrado von Grasmair
Konzil von Trient 1545-1563
In der Praxis dauerte es oft noch mehrere Jahrzehnte, bis die Pfarrmatriken auch überall konsequent geführt wurden. So beginnen beispielsweise die Matriken in der Bischofsstadt Brixen 1572 und das Traubuch in Oetz erst 1633.
Kirchenbücher können heutzutage leicht online eingesehen werden, aber bei den Bürgerarchiven ist dies meist nicht der Fall und es ist notwendig, persönlich vorbeizukommen. Glücklicherweise gibt es Namenforscher, die das bereits für uns getan haben.
Der Forscher Tarneller erwähnt den Grasmairhof in Algund bei Meran, wo 1357 ein Chuonrado und 1380 ein Toldone lebten. Grasmair ist somit ein Beispiel für einen Hofnamen, der zum Familiennamen wurde. In Lemma 534 schreibt Tarneller: Die Grasmair scheinen früh über die Berge nach Nordtirol gekommen zu sein, wo dann die berühmten Glockengießer daraus hervorgingen. [2] Jungwirth war derselben Meinung. [3]
Erwähnung von Toldone und Chuonrado von Grasmair
Es ist bemerkenswert, daß Mitglieder der Familie Grassmayr bereits vor 1500
aus dem Süden ins Ötztal zogen und teilweise von Tumpen aus nach Brixen zurückkehrten.
Es kann kaum Zufall sein, daß der Name Chuonrado als Khunrad in Tumpen auftaucht.
[4]
Eine mögliche Blutverwandtschaft kann jedoch nicht nachgewiesen werden.